Swipe, Think, Play

Ein innovatives Pilotprojekt an der HAK Waidhofen/Thaya beweist: Jugendliche sind bereit, ihren Smartphone-Konsum kritisch zu hinterfragen – wenn man sie auf Augenhöhe abholt. Das Experten-Duo „Die Hetzendorfers“ kombinierte am 27. Februar 2026 fundiertes Insider-Wissen aus dem Silicon Valley mit der körperlichen Energie des Spitzensports. Die aktuellen Evaluierungsdaten der Schülerinnen und Schüler belegen nun den durchschlagenden Erfolg des Konzepts.

Gesellschaftliches Dauerthema

Sinkende Aufmerksamkeitsspannen, Cybermobbing, unrealistische Schönheitsideale und die Einsamkeit hinter den Bildschirmen belasten die mentale Gesundheit der Generation Z zunehmend. An der HAK Waidhofen wählte man nun einen völlig neuen Ansatz: Unter dem Motto „Vom Screen zum Team“ holte Claudia Diesner-Peternell (unterrichtet seit 1996 Englisch sowie Bewegung und Sport an der Schule) Lukas Hetzendorfer (ehemaliger Google-Mitarbeiter) und Katharina Hetzendorfer (ehemalige Vize-Weltmeisterin im Beachvolleyball) für ein intensives Halbtages-Event der dritten bis fünften Jahrgänge.

Die Hetzendorfers 2026

Das Ziel: Die Transformation vom passiven Scroller zum aktiven Macher. „Wir verkaufen kein pures Handy-Verbot. Wir zeigen den Jugendlichen, wie Algorithmen gezielt auf ihre Gehirne wirken und wie sie selbst wieder die Kontrolle übernehmen können“, erklärt Lukas Hetzendorfer den Ansatz.

Die Hetzendorfers 2026

Foto: Niklas Schnaubelt

Den entscheidenden Kontrast zur digitalen Scheinwelt lieferte im Anschluss die Praxis in der Turnhalle. Katharina Hetzendorfer forderte die Jugendlichen in einer professionellen Volleyball-Einheit heraus. „Disziplin schlägt Motivation. Wahrer Teamgeist entsteht nicht auf TikTok, sondern wenn man gemeinsam schwitzt und echte Emotionen teilt“, so die Ex-Profisportlerin.

Die Hetzendorfers 2026

Foto: Niklas Schnaubelt

Daten belegen den Erfolg

Wie stark dieses neuartige Format den Nerv der Zeit trifft, zeigen die Umfragedaten, die unmittelbar nach dem Workshop unter den teilnehmenden Schülerinnen und Schülern erhoben wurden:

  • Massiver Eye-Opener: Für 87,5 Prozent der befragten Jugendlichen waren die ungeschönten Einblicke hinter die Kulissen der perfekten Influencer-Welt eine „echte Motivation“ zum Umdenken.
  • Besser gewappnet: Nahezu alle Teilnehmer gaben an, sich nun deutlich besser gewappnet zu fühlen, den eigenen Screen-Konsum aktiv zu steuern und auf Auslöser wie ständige Push-Benachrichtigungen zu verzichten.
  • Hohe Akzeptanz: Die Kombination aus kognitivem Input und physischer Auspowerung erzielte eine Weiterempfehlungsrate von fast 94 Prozent.
Die Hetzendorfers 2026 Die Hetzendorfers 2026

Schule zieht positive Bilanz

Auch vonseiten des Lehrpersonals gab es großes Lob für die mutige Herangehensweise. Claudia Diesner-Peternell, Initiatorin des Events an der HAK Waidhofen, zeigte sich vom Output begeistert: „Was mich besonders freut, ist, dass uns der Spagat zum Spitzensport gelungen ist. Die Schülerinnen und Schüler konnten an praktischen Beispielen hinter die Fassaden schauen. Das finde ich wahnsinnig wertvoll und es ist in ersten Reaktionen auch extrem gut angekommen.“

Wir bedanken uns herzlich beim Elternverein und unseren Sponsoren (fab4minds, Auto Wais GmbH, Intersport Ruby, KASTNER GroßhandelsgesmbH, MÖLZER GmbH, Waldviertler Sparkasse Bank AG, Ramharter Mode), die diese Veranstaltung ermöglicht haben.


Hier finden Sie noch Links zu Online-Berichten über das Event:

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